Revanche geglückt

Herb lässt Mickey keine Chance und zieht damit schon ins Halbfinale ein –

Der eine hatte Probleme an der linken Schulter. Der andere an der rechten. Der eine kam aus dem Trainingslager Bad Griesbach und einem souveränen Sieg der Bayern gegen die österreichischen Mediengolfer im Gepäck. Der andere aus einer kalten, verregneten Golfwoche in Irland mit müden und ausgelaugten Knochen. Der eine hatte einen Traum-Golftag erwischt. Der andere startete gleich mit einer Lady, ihm gelang auch danach so gut wie nichts und er spielte weit unter seinem Niveau. Dürfte klar sein, wer von den beiden das Matchplay auf dem großartigen Partnerclub der BayMeGos, dem Alpin Links Course Valley für sich entschied, oder? Richtig, der eine, der auch diese Zeilen hier verfassen darf und sich jetzt schon auf die nächste Partie freut, egal gegen wen es dann geht.

So, und jetzt der „normale“ Kurzbericht des Matchplays Mickey Möser gegen Herb Steffe. Vergangenes Jahr hatte Mickey die Partie noch am 1. Extraloch für sich entschieden. Dieses Mal war er – genau genommen – von Beginn an chancenlos. 3 down nach 3 Löchern. 4 down nach der Hälfte der Löcher, also nach der Neun. Aber Mickey steckte nie auf und witterte an der 14 plötzlich noch eine kleine Chance auf ein Comeback. Die 14 hätte er aber gewinnen müssen, um mit 3 down auf die vier Schlusslöcher zu gehen. Hatte er doch auf der 15 und auf der 18 noch jeweils einen Schlag „vor“. Aber dann zeigte Herb seinen – zumindest an diesem Tag vorhandenen – Killerinstinkt, setze einen kleinen Pitch aus 40 Metern „tot“ an den Stock. Par gegen Bogey, Loch gewonnen und mit 5 und 4 auch das Match.

Ein Wort noch zum Platz, der sich in super Zustand präsentierte. Die Grüns nicht pfeilschnell, aber alle mit einheitlicher „Geschwindigkeit“ und absolut spurtreu. Die Fairways makellos, das Rough zum Teil „bitterböse“, also so, wie es sein soll. Am ersten Tag der bevorstehenden Hitzewelle fehlten dann auf den Alpenlinks ein paar Schatten spendende Bäume. Aber die haben auch auf einem „echten“ Linksplatz nichts verloren. Ich komme auf jeden Fall gerne wieder. Und Mickey, trotz der Niederlage, sicher auch.

 

PS: So großartig das Matchplay auch war, so traurig war die Nachricht, die uns am Eingang des Golfclubs
übermittelt worden war: Der Der „Macher“ von Valley, Michael Weichselgartner, war wenige Tage zuvor viel
zu früh verstorben. PIP, lieber Mik!

 

Text & Bild: Herb Steffe

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